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Zinsverlust-Rechner: was unverzinstes Guthaben kostet
100.000,00 €
Voreingestellt auf 2,6 % p. a.
Das entgeht Ihnen bei dieser Zinsdifferenz:
- pro Monat
- 216,67 €
- pro Jahr
- 2.600,00 €
- in 3 Jahren
- 7.800,00 €
Einfache Verzinsung ohne Zinseszins, vor Steuern. Überschlagsrechnung, kein Angebot.
Wie der Rechner rechnet
- Voreingestellter Zinssatz zum Rechnen
- 2,6 % p. a.
- Voreingestellter Zinssatz auf dem Konto
- 0,00 % p. a.
- Rechenmethode
- einfache Verzinsung, ohne Zinseszins
- Zeiträume
- Monat, Jahr, 3 Jahre
Warum liegt Guthaben auf Geschäftskonten so oft unverzinst?
Geschäftskonten sind auf Zahlungsverkehr ausgelegt, nicht auf Ertrag. Viele Anbieter verzinsen Guthaben deshalb gar nicht oder erst ab Beträgen, die kleine Unternehmen selten dauerhaft halten. Solange das Konto vor allem laufende Ein- und Auszahlungen abwickelt, fällt das kaum auf. Sobald aber eine Rücklage entsteht, etwa für Steuerzahlungen, für eine geplante Investition oder aus einer guten Auftragslage, liegt oft ein fünf- bis sechsstelliger Betrag über Monate still.
Genau dieser Betrag ist der Ausgangspunkt der Rechnung. Entscheidend ist nicht der Kontostand an einem Stichtag, sondern das Guthaben, das im Schnitt über das Jahr liegen bleibt. Wer im Monatsverlauf zwischen 20.000 € und 120.000 € schwankt, setzt sinnvollerweise den unteren Bereich an, nicht die Spitze.
Wie die Rechnung funktioniert
Der Rechner bildet die Differenz zwischen dem Zinssatz, den Sie heute bekommen, und dem Zinssatz, mit dem Sie rechnen möchten. Diese Differenz wird auf das eingestellte Guthaben angewendet, einfach verzinst und auf Monat, Jahr und drei Jahre umgelegt. Ein Beispiel: Bei 100.000 € Guthaben, 0,00 % auf dem Konto und 2,6 % als Rechengröße ergeben sich 2.600 € im Jahr, rund 216,67 € im Monat und 7.800 € über drei Jahre.
Bewusst nicht enthalten ist ein Zinseszinseffekt. Das würde voraussetzen, dass Erträge stehen bleiben und wieder verzinst werden. Ob das zu Ihrer Liquiditätsplanung passt, können wir nicht wissen, deshalb bleibt die Rechnung konservativ.
Was die Zahl nicht sagt
Der Betrag ist eine Orientierung, kein Ertragsversprechen. Er sagt nichts darüber, ob ein bestimmter Anbieter Ihnen diesen Zinssatz einräumt, ob eine Mindestanlage oder eine Kündigungsfrist gilt und wie sich Kontoführungskosten dagegen rechnen. Ein Konto, das Guthaben verzinst, aber monatlich mehr kostet, kann unter dem Strich schlechter abschneiden. Was ein Konto an laufenden Gebühren verursacht, haben wir unter was ein Geschäftskonto kostet aufgeschlüsselt.
Wann sich das Thema überhaupt lohnt
Als grobe Schwelle gilt: Unterhalb von rund 10.000 € dauerhaftem Guthaben steht der Aufwand selten im Verhältnis zum Ertrag. Ab etwa 50.000 € wird der Unterschied spürbar, ab sechsstelligen Beträgen ist er ein eigener Kostenblock. Deshalb fragen wir im Fragebogen nach dem durchschnittlichen Guthaben und blenden Verzinsungsoptionen nur dann ein, wenn sie zu Ihrer Größenordnung passen.
Für Gründerinnen und Gründer ist die Lage besonders eindeutig: Stammkapital liegt zwischen Einzahlung und Handelsregistereintragung mehrere Wochen auf dem Konto, ohne dass Sie darüber verfügen dürfen. Wie dieser Ablauf im Detail aussieht, steht unter Stammkapital einzahlen.
Häufige Fehler beim Überschlagen
- Den Spitzenstand ansetzen: Maßgeblich ist das Guthaben, das dauerhaft liegen bleibt, nicht der höchste Kontostand des Jahres.
- Steuerrücklagen mitrechnen: Beträge, die in wenigen Wochen abfließen, gehören nicht in eine Jahresbetrachtung.
- Gebühren ausblenden: Ein höherer Zinssatz bei gleichzeitig höherer Grundgebühr kann sich aufheben.
- Verfügbarkeit übersehen: Verzinste Anlagen können Fristen haben. Wenn Sie kurzfristig an das Geld müssen, ist der rechnerische Ertrag zweitrangig.
Wenn Sie ohnehin gerade gründen, klären Sie am besten beides zusammen: welche Unterlagen für die Kontoeröffnung nötig sind und welcher Anbieter zu Ihrem Guthaben passt. Die Gründungskonto-Checkliste stellt Ihnen die passende Unterlagenliste für Ihre Rechtsform zusammen.
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Häufige Fragen
Warum rechnet das Werkzeug ohne Zinseszins?
Weil eine Zinseszinsrechnung eine Aussage über Anlagedauer und Wiederanlage voraussetzt, die wir nicht treffen können. Die einfache Verzinsung liefert eine belastbare Untergrenze für den entgangenen Ertrag.
Sind die Beträge vor oder nach Steuern?
Vor Steuern. Erträge aus betrieblicher Liquidität sind steuerpflichtig, die tatsächliche Belastung hängt von Ihrer Rechtsform und Ihrer Gesamtsituation ab. Rechnen Sie den Wert mit Ihrer Steuerberatung durch.
Woher kommt der voreingestellte Zinssatz?
Er ist eine gepflegte Rechengröße, kein Angebot und keine Zusage. Welche Verzinsung Sie tatsächlich erhalten, hängt vom Anbieter, vom Betrag und von der Bindungsdauer ab.
Berät mich das Portal zur Anlage von Liquidität?
Nein. Wir stellen den Kontakt zu Partnern her, die Verzinsungsoptionen anbieten und erklären können. Eine Anlageberatung findet über uns nicht statt.
Kann ich Konto und Verzinsung gemeinsam anfragen?
Ja. Wenn Sie im Fragebogen angeben, dass Sie Verzinsungsoptionen sehen möchten, nehmen wir diesen Wunsch mit auf. Ohne ausdrückliche Einwilligung geben wir dazu nichts weiter.
Aidan Faes
Research Lead
Verantwortet Recherche und Faktenprüfung der Ratgeberinhalte. Jede Zahl und jede Rechtsaussage auf dieser Seite wird vor Veröffentlichung gegen die Primärquelle geprüft, also gegen Gesetzestext, Merkblatt oder Behördenangabe. Wo sich eine Angabe nicht belegen lässt, steht sie hier nicht.
Stand:
Quellen: Eigene Marktbeobachtung, Stand 17.08.2026 [REDAKTION: Quelle für den Zinssatz ergänzen] · § 34f GewO (Abgrenzung zur Anlagevermittlung)